Radio gehört – Meditation als Mittel gegen Streß ?

By · Donnerstag, Mai 9th, 2013

Im Radio wurden heute wieder Ratschläge zum Besten gegeben. Es ging um Stress und was man am besten tun kann. Damit war die Richtung klar und zum X-ten Mal wurde die Meditation als Mittel zum Umgang mit Stress angepriesen. Gegen die Meditation ist ja auch gar nix zu sagen.

Was mich aber wundert: es wird dauernd vorausgesetzt, dass es das Normalste auf der Welt ist, Stress zu haben und das es die Aufgabe des Einzelnen ist, damit umzugehen. Kein einziges Mal wird in so einer Sendung mal hinterfragt, ob denn der Stress, den alle haben, überhaupt und in der Form notwendig ist und wo er denn überhaupt herkommt.

Ich weigere mich seit einiger Zeit, Stress als normalen Status Quo hinzunehmen und habe das Gefühl, nun doppelt angefochten zu sein. Aber egal: mein Ziel ist nicht, um in der kapitalistischen Beschleunigungssprache zu bleiben, “Stressmanagement” sondern “Stresseliminierung”. Ich möchte vorgegebene und vor allem übliche, weit verbreitete, sogenannte “normale” Rahmenbedingungen für mich persönlich hinterfragen und alternative Antworten finden. Das allgemeine Gehetze in nahezu allen Lebensbereichen mag vielleicht mittlerweile “normal” sein, aber ist es auch gesund? Wer den Status Quo der sogenannten “absolut alternativlosen  Sachzwänge” (noch so ein Beschleunigungsmonsterwort) immer nur hinnimmt, läuft irgendwann nicht mehr im Hamsterrad mit, sondern fällt nur noch darin herum wie ein Wäschestück im Hauptwaschgang und irgendwann fällt er heraus – Krankheit, Erschöpfung, Depression, Arbeitsunfähigkeit, lange Krankheitszeit, vielleicht sogar Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, Hartz IV, sozialer Abstieg…und dann?

Deshalb widme ich mich der Entschleunigung, den Ideen, wie man aus diesem Hamsterrad der permanenten Beschleunigung aussteigen kann – und wenn es nur zeit- und stückweise gelingt. So halte ich das Stückwerk noch für besser, als das ohnmächtige Hinnehmen von Vorgaben, die andere mir dauernd machen wollen.

Raus aus dem Hamsterrad – vielleicht ist der Besuch eines meiner “Entschleunigungskonzerte” ein erster Schritt in eine neue Zeitautonomie, in mehr freie Zeit?  Sei herzlich willkommen

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